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Page 1 of 8 Romanik Romanik ist ein kunstgeschichtlicher Stilbegriff der wegen der Wiederverwendung römischer Architekturmotive (Rundbogen, Säule) in der romanischen Architektur anfänglich auf die Baukunst beschränkt, später als Bezeichnung für die gesamte abendländische Kunst von etwa 1000 bis zur 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts eingeführt wurde.
Romanische Stilelemente sind schon in der vorromanischen Kunst nachweisbar, infolge der komplizierten Mischungsverhältnisse antiker, orientalischer und nordischer Formen und Gestaltungsprinzipien fehlt jedoch noch eine gefestigte, überall durchgreifende Struktur. Einheitliche Baugedanken finden sich erst in der Zeit nach 1000, gefördert durch die wachsende Macht der internationalen kirchlichen Organisation. Die Aufgaben der Monumentalarchitektur lagen vorwiegend auf dem Gebiet des Kirchen- und des Klosterbaus. In Fortsetzung von Bestrebungen, die bereits in der karolingischen Kunst fassbar sind, wurde der Typus der Basilika umgestaltet und bereichert. Jedes Element des schweren, wuchtigen Mauerbaus (Mittelschiff, Seitenschiff, Querhaus, Chor) ist als Einzelform empfunden, die Wand zwischen Mittel- und Seitenschiff als tatsächliche Trennwand, die den Wandaufriss in Arkaden-, Emporen- und Fensterzone gliedert. Der durch Querhaus und Apsis betonten Ostseite wurde oft die durch den 2. Chor und das 2. Querhaus akzentuierte Westseite mit reicher Fassadenbildung entgegengesetzt. Diese Konzentration der architektonischen Energie an zwei Polen ist noch gesteigert durch die an den östlichen und westlichen Baugrenzen gruppierten Türme (z. B. beim Dom zu Speyer).  | | Dom zu Speyer
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Zusammen mit ihnen bilden die im Innen- und Außenbau genau zu trennenden einzelnen Teile einen verklammerten Gruppenbau. Das additive Nebeneinanderstellen fand sein Gegenbild in der gotischen Kathedrale, die alle Glieder und Räume in einem Baugebilde von durchgreifender Einheit verbindet.
Gegen die reiche Bildung frühromanischer Basiliken (z. B. Doppelchor- und Westquerhausanlagen der ottonischen Kunst) wandte sich die Reformbewegung des burgundischen Klosters Cluny. Der cluniazensische Typ mit Westeingang und Vorhalle zwischen Türmen wurde in Deutschland von der Hirsauer Bauschule verbreitet. Im Zusammenhang mit der Kreuzwölbung über quadratischem Feld wurde die Vierung nicht nur zur Mitte, sondern auch zum Maß des erst in der Hochromanik zielbewusst durchgeführten „gebundenen Systems”. Das Verständnis der spätromanischen Baukunst wird dadurch erschwert, dass sich in der Kunstentwicklung der Zeit zwischen 1150 und dem 13. Jahrhundert bereits gotische Baugedanken abzeichnen (Nordfrankreich: Saint-Denis , um 1140; Deutschland: Dom zu Magdeburg nach dem Brand von 1207; Italien: Assisi, seit 1228). |
| | Dom Saint-Denis | Chatres- Kathedrale |
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