Projekte & Kooperationen

Die Kulturwerkstatt Burgenlandkreis ist ein Zusammenschluss von Kreativen, Kulturschaffenden und Künstlern, sowie deren Förderern und Freunden, die das Potential der Wachstumsregion Burgenlandkreis für sich erkannt haben und nutzbar machen möchten. In erster Linie ist dabei der Auf- und Ausbau eines Netzwerks kultureller Akteure und Interessenten maßgebend, durch welchen vorhandene Freiräume gemeinschaftlich für die individuelle Entfaltung kreativer Ideen erschlossen werden können.

Mit der Förderung des Programms Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort, der Robert Bosch Stiftung wird am Standort Kloster Posa in Zeitz seit Anfang 2015 die Arbeit des gemeinnützigen Vereins „Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa“ gestärkt und ein nachhaltiges Konzept für die Kulturakademie Posa (KAP Posa) erarbeitet. Während der Dauer der zwei jährigen Förderung soll eine Basis geschaffen werden, die sowohl die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder befähigt, innerhalb und außerhalb des Vereins professionell zu agieren, wie auch das angedachte KAP in der Art und Weise zu planen und zu testen, so dass eine langfristige und nachhaltige Umsetzung und Etablierung desselben möglich ist. Das KAP hilft dem Verein dabei seinem Ziel, eine Kultur- und Bildungsstätte im Kloster Posa zu errichten, näher zu kommen. Diese Stätte kann weit über den Förderzeitraum hinaus zur Stärkung der lokalen Identität der Stadt Zeitz als Mittelzentrum der südlichen Region Sachsen-Anhalts beitragen. Hier bietet sich Raum zur Begegnung, für ausführliche Diskussionen und der Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten vor Ort. Das Zentrum soll aber auch überregional als Beispiel für neue, bzw. alternative Methoden gesellschaftlichen Zusammenlebens und -­wirkens fungieren.

Die Idee hinter KAP-Posa ist geprägt durch den Leitgedanken, dass lokale Identität nur durch ein breites und gesellschaftlich übergreifendes Bündnis ausgebaut, getragen und gestärkt werden kann.

Dabei verfolgt KAP-Posa als Teil des Vereins „Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa“ mit seinen Mitgliedern das Ziel, Kloster Posa durch einen ganzheitlichen und rationalen Ansatz als unabhängigen und neutralen Standort kulturell zu reaktivieren, so wie unlängst in der Festschrift zum 900jähirgen Jubiläum des Kloster Posa ausgedrückt wurde:

„Posa ist ein Synonym. Für eine Jahrtausende überdauernde Chronologie, die ihren belegbaren Ursprung in der heidnischen Vorgeschichte des 6. Jahrhunderts fand. Für eine christliche Tradition und einen weltlichen Werdegang. Es ist gleichfalls ein Ort und eine Idee, eine Überzeugung und Weltanschauung, Mythos und Legende, aber auch ein Leitgedanke im Hier und Jetzt. Posa ist identitätsstiftend. Denn wie einst soll Posa als Zentrum für kulturelle Belange und Bildung, aber auch für die Künste wieder belebt werden – allerdings frei von religiösen Einflüssen und Ideologien.“[1]

Ein weiterer Baustein innerhalb der Förderung ist die Etablierung des Aktionsmobils.

Diese gibt uns die Möglichkeit, das Vorhaben KAP-Posa auch außerhalb seiner historischen Mauern an ausgewählten Plätzen in der Region Zeitz zu präsentieren, über Posa und das Vereinskonzept zu informieren, Kontakte zu knüpfen und unser Netzwerk zu erweitern. Der Bevölkerung ermöglichen wir es zudem, niedrigschwellig Kontakt zu uns aufzunehmen. Des weiteren stellt das Aktionsmobil auch überregional das Projekt und den Ort Posa (und damit einhergehend Zeitz), sowie die Arbeit am KAP vor. Dadurch erhoffen wir uns, wichtige Impulse für unsere Arbeit empfangen und selbst Anreize für ähnliche Projekte auch über die Grenzen des Burgenlandkreises hinaus geben zu können.

Think POSAtiv

Es wird Zeit(z)

[1]                Vom Wandel des Sakralen, P.Baumgarten (Hrsg.), Edition Posa, 2014, S.13

Die Idee POSA kann nur in enger Zusammenarbeit mit Institutionen und Menschen vor Ort und externen Förderern verwirklicht werden.

Für das Projekt „KAP Posa“ arbeiten wir deshalb aktiv am Aufbau eines Netzwerks von (sozio-)kulturellen und kreativen Akteuren aus der Region, was u.a. zur Gründung der Kulturwerkstatt Burgenlandkreis führte. Seit 2014 wird das Projekt KAP Posa durch das Neulandgewinner-Programm der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Daneben tritt der Verein selbst als Träger für soziale und kulturelle Projekte auf.