KAP POSA – ROBERT BOSCH STIFTUNG

Mit der Förderung des Programms Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort, der Robert Bosch Stiftung wurde am Standort Kloster Posa in Zeitz von 2015 bis 2016 die Arbeit des gemeinnützigen Vereins „Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa“ gestärkt und ein nachhaltiges Konzept für die Kulturakademie Posa (KAP Posa) erarbeitet. Während der Dauer der zwei jährigen Förderung wurde eine Basis geschaffen, die sowohl die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder befähigt, innerhalb und außerhalb des Vereins professionell zu agieren, wie auch das angedachte KAP in der Art und Weise zu planen und zu testen, so dass eine langfristige und nachhaltige Umsetzung und Etablierung desselben möglich ist. Das KAP half dem Verein dabei seinem Ziel, eine Kultur- und Bildungsstätte im Kloster Posa zu errichten, näher zu kommen. Diese Stätte hat weit über den Förderzeitraum hinaus zur Stärkung der lokalen Identität der Stadt Zeitz als Mittelzentrum der südlichen Region Sachsen-Anhalts beigetragen. Hier bot sich Raum zur Begegnung, für ausführliche Diskussionen und der Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten vor Ort. Das Zentrum sollte aber auch überregional als Beispiel für neue, bzw. alternative Methoden gesellschaftlichen Zusammenlebens und -­wirkens fungieren.

Die Idee hinter KAP-Posa war geprägt durch den Leitgedanken, dass lokale Identität nur durch ein breites und gesellschaftlich übergreifendes Bündnis ausgebaut, getragen und gestärkt werden kann.

Dabei verfolgte KAP-Posa als Teil des Vereins „Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa“ mit seinen Mitgliedern das Ziel, Kloster Posa durch einen ganzheitlichen und rationalen Ansatz als unabhängigen und neutralen Standort kulturell zu reaktivieren, so wie unlängst in der Festschrift zum 900jähirgen Jubiläum des Kloster Posa ausgedrückt wurde:

„Posa ist ein Synonym. Für eine Jahrtausende überdauernde Chronologie, die ihren belegbaren Ursprung in der heidnischen Vorgeschichte des 6. Jahrhunderts fand. Für eine christliche Tradition und einen weltlichen Werdegang. Es ist gleichfalls ein Ort und eine Idee, eine Überzeugung und Weltanschauung, Mythos und Legende, aber auch ein Leitgedanke im Hier und Jetzt. Posa ist identitätsstiftend. Denn wie einst soll Posa als Zentrum für kulturelle Belange und Bildung, aber auch für die Künste wieder belebt werden – allerdings frei von religiösen Einflüssen und Ideologien.“[1]

Ein weiterer Baustein innerhalb der Förderung war die Etablierung des Aktionsmobils.

Dieses gab uns die Möglichkeit, das Vorhaben KAP-Posa auch außerhalb seiner historischen Mauern an ausgewählten Plätzen in der Region Zeitz zu präsentieren, über Posa und das Vereinskonzept zu informieren, Kontakte zu knüpfen und unser Netzwerk zu erweitern. Der Bevölkerung ermöglichten wir es zudem, niedrigschwellig Kontakt zu uns aufzunehmen. Des weiteren stellte das Aktionsmobil auch überregional das Projekt und den Ort Posa (und damit einhergehend Zeitz), sowie die Arbeit am KAP vor. Dadurch konnten wir Impulse für unsere Arbeit und selbst Anreize für ähnliche Projekte auch über die Grenzen des Burgenlandkreises hinaus geben.

Think POSAtiv

Es wird Zeit(z)

[1]                Vom Wandel des Sakralen, P.Baumgarten (Hrsg.), Edition Posa, 2014, S.13

Merken